HWP Diedenhofen - Bildhauer Maler Graphiker

Auf meinen unerlaubten Streifzügen durch den Stuttgarter Westen der frühen Sechziger Jahre gab es für mich viel zu entdecken. Es gab noch Ruinengrundstücke, frische Sahne im Waffelbecher vom Milchladen gegenüber und die Bundesgartenschau in Baden-Württemberg war frisch erfunden.

Die Stadt Stuttgart begann wieder in öffentliche Kunst zu investieren. Ich sah eine Liegende von Henry Moore, deren Kopf zu klein schien, wie meine Mutter meinte.... Ich fand das interessant und auch das Material Bronze kannte ich nicht ... Im Schlossgarten faszinierte mich die Nirosta Skulptur "Bewegung" von Wander Bertoni, sie schwang so leicht und hatte einen tollen Klang.

Im Beisein meiner Mutter war das Besteigen der Skulpturen natürlich nicht erlaubt. Umso mehr begeisterte mich eine Kalkstein-Skulptur von O.H. Hajek im Westen von Stuttgart, die ich bei meinen Streifzügen immer wieder besteigen und überall begreifen konnte.

Dies sind die Wurzeln für meine tiefe Verbundenheit mit der Bildhauer Kunst. Es sollten noch viele Jahre vergehen, bis ich tatsächlich meinen ersten unmittelbaren und schöpferischen Kontakt mit der Skulptur hatte. Dieser war so beeindruckend, da sich mir die Sprache der Bildhauerkunst völlig unvermittelt und in ihrer ganzen Vielfalt erschloss.

Ich habe nie daran gedacht Bildhauer, Künstler zu werden. Eigentlich war es immer mein Forschungs- und Entdeckungsdrang in Kombination mit einer ungehörigen Portion Nonkonformismus, die mich bewegten. Wissenschaftler in der Forschung, Biotechnologe oder Genetiker hätte auch eine Berufung sein können, ebenso wie die Schauspielerei.

Aber mit diesen Kindheitserlebnissen im Gepäck musste es zwangsläufig bei der Bildhauerei enden. Erst im Gymnasium kam der Kontakt zur Kunst zurück. Bildhauer wollte ich sicher nicht werden, es war mehr der Traum, Malerei, Grafik oder Fotografie zu machen. Erst über mehrere schicksalhafte Erlebnisse kam der Entschluss, das Studium  der Kunsttherapie, Grafik und Bildhauerei zu wählen

Seit 1997 beschäftigt sich meine künstlerische Arbeit mit Denkstrukturen und Wahrnehmungsprozessen. Diese werden in Wand-, Boden-, Luft-, Raum-Installationen umgesetzt.Sie gestalten sich durch die Entwicklung von konzeptionellen Raumanordnungen, Skulpturen und Reliefen, deren gemeinsame Formsprache die der “Brainfruits“ ist. 

Brainfruits stehen als Raumbilder von Gedanken, Denkmöglichkeiten, die ein freies Assoziieren besonders anschaulich machen. Brainfruits sind durch die freie Anwendung des Formprinzips der Hirnoberflächenstruktur entstanden. Diese Entstehung ist im Buch "Reflexionen - Kunst bei Fraunhofer" nachzulesen und kann hier bestellt werden. Es ist mir ein Anliegen durch meine Arbeit Kunst als Akt des Erkennens und Wahrnehmen begreifbar zu machen. Was uns allen gemeinsam ist, ist unser Denken und Wahrnehmen.

Damit ist die Art und Weise, auf dessen Grundlage diese Prozesse ablaufen, gedacht. Denken und Wahrnehmen verläuft innerhalb definierter Strukturen, die durch verschiedene psychosoziale Vorgaben (persönliche Geschichte, Herkunft etc.) beeinflusst werden.

DENKEN IST WORT - WORT IST FORM 
FORM IST WORT - WORT IST DENKEN

Das ist für mich auch gleichzeitig das Ereignisfeld auf dem sich assoziative Prozesse anknüpfen und Raum für Phantasien entsteht. Sehe ich etwas mit anderen Augen, hat sich eine Veränderung in der persönlichen Einstellung sowie der Sichtweise (die Augen öffnen) ereignet. Solche Erlebnisse lassen sich durch assoziative Ereignisfelder (Installationen) anstoßen. In diesen Zusammenhängen kann auch in Denk- und Wahrnehmungsstrukturen gedacht und verändert werden.

Künstlerportrait im Kunstportal Baden-Württemberg

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